14. Februar 2021

Der seltsame Fall des William Mumler, Geisterfotograf

William Mumler machte eine Aufnahme die als erste Geistfotografie überhaupt gilt und den Trend der spiritistischen Fotografie begründete. Außerdem machte er weltweit Schlagzeilen als er für seine Arbeit wegen Betrugsverdacht vor Gericht gestellt aber freigesprochen wurde…


Transkript

Fotografie heißt zeichnen mit Licht. Denn das Grundprinzip ist ein empfindliches Medium, auf dem Licht seine Spuren hinterlässt. Das Licht, das wir verwenden, ist meistens sichtbar, aber nicht immer. Infrarot, Ultraviolett, elektromagnetische Wellen, Röntgenstrahlen, es gibt unzählige Strahlen, die wir fotografieren können, die uns ohne die Fotografie aber völlig verborgen bleiben würden.

Und es gibt noch etwas, das wir fotografieren können: die Zeit. Abläufe, die so schnell sind, dass sie unseren Augen verborgen bleiben würden, lassen sich mit Hochgeschwindigkeitsaufnahmen festhalten. Sind Abläufe zu langsam, um sie wahrzunehmen, greifen wir zur Zeitrafferaufnahme.

Es muss wie ein Wunder gewesen sein, als die Fotografie im 19. Jahrhundert entdeckt wurde und plötzlich unsichtbares sichtbar gemacht hat. Und weil es ja ein technisches Verfahren war, konnte man ihre Ergebnisse auch kaum anzweifeln. Die Fotografie zeigte die Wirklichkeit, so wie sie denn nun mal war. Und so wie die Fotografie bewiesen hatte, dass Pferde im Galopp komplett zu schweben scheinen, so waren dann plötzlich auch Fotografien im Umlauf, in denen man die Geister verstorbener sah. Und warum bitte sollten ausgerechnet die nicht echt sein?

Die heutige Geschichte findet statt in den USA der 1860er Jahre, nämlich in Boston und in New York. Allerdings gibt es Ausläufer der Ereignisse, die bis in die heutige Zeit reichen und die überall spielen könnten. Denn es geht um Geister und um Fotografie von Geistern. Und überhaupt an Geister zu glauben ist etwas sehr verbreitetes. In Deutschland geben in Umfragen etwa 1/6 der Menschen an, an Geister zu glauben. Und damals, in den 1860ern in den USA gab es 1/3 Geistgläubige.

Damit man an Geister glauben kann, muss man eine Sache als gegeben annehmen. Nämlich, dass wir nicht nur aus Körper bestehen, sondern in uns eine Art Lebensenergie steckt. Eine Seele. Irgendetwas, was übrig bleiben kann, obwohl unser Körper gestorben ist.

Wenn ich da erstmal daran glaube und dann auch noch zusätzlich daran glaube, dass Geister mit uns kommunizieren wollen, dann ist nur ein ganz kleiner Schritt notwendig, um auch zu glauben, dass man Geister fotografieren können muss.

Aber warum sollten sie das wollen, fragt man sich. Und da sind wir bei einer der Kernthesen des sogenannten Spiritualismus. Der Spiritualismus war eine praktisch religiöse Bewegung, die ab 1840 überwiegend in englischsprachigen Ländern auf dem Vormarsch war. Die Grundidee war: Es gibt Geister und die wollen mit uns in Kontakt treten. Es wurden Bücher über das Thema geschrieben, es gab Fachmagazine und eine wachsende Szene an Dienstleistern.

Und ab 1860 ist es die Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs. Es gab also auch eine wachsende Zahl an Toten, mit denen man hoffte, noch ein letztes Gespräch führen zu dürfen. Es ist auch eine Zeit faszinierender technologischer Entwicklungen. Die Elektrizität wird nutzbar gemacht. Die Fotografie wird erfunden. Es wird also ganz normal, dass wir von unsichtbaren Phänomenen umgeben sind, die plötzlich Auswirkungen auf unsere Realität haben können.

Wie schon bei der Folge über Feenfotografie, finde ich, lohnt es sich, das alles im Hinterkopf zu behalten. Manches, was heute vielleicht leichtgläubig wirkt, ist aus damaliger Sicht vollkommen nachvollziehbar gewesen.

Wir sind also im Jahr 1860. In Boston. In einer wirklich schweren Periode der amerikanischen Geschichte. Der ungefähr 28-jährige Schmuckgraveur und Hobbyfotograf William H. Mumler versucht, ein ordentliches Portraitsetup aufzubauen. Er richtet seine Kamera ein, drapiert einen Hintergrund, stellt einen Stuhl hin und macht eine Testaufnahme. Er setzt sich also so ungefähr 2 Sekunden auf den Stuhl, steht dann auf, deckt die Linse wieder ab, entnimmt die belichtete Glasplatte und geht mit ihr ins Labor.

William fotografiert im zu der Zeit sehr verbreiteten Kollodiumnassplattenverfahren. Dabei wird eine Glasplatte genommen, mit einer Tinktur lichtempfindlich gemacht, dann in einer Kamera untergebracht, noch während sie feucht ist belichtet und auch direkt, noch im feuchten Zustand, entwickelt. Das Verfahren war im Vergleich zur Daguerreotypie deutlich billiger und es hatte den Vorteil, dass man Negative erzeugte. Also eine Vorlage, aus der man dann die endgültigen Bilder beliebig oft drucken konnte.

William ging also mit der belichteten Glasplatte in seine Dunkelkammer und entwickelte das Bild. Und sehr zu seiner Überraschung war im fertigen Ergebnis eine weitere Person zu sehen. Obwohl er eigentlich allein in seinem Studio gewesen war, sah man auf dem Bild nicht nur ihn, sondern auch noch den Umriss einer jungen Frau.

Und William dachte zuerst an einen Entwicklungsfehler. Sowas kann nämlich durchaus passieren. Wenn die Glasmatte zum Beispiel mehrfach benutzt wurde, also das Vorgängerbild abgekratzt und abgeschabt wurde, aber bei der Reinigung eben nicht sorgfältig genug vorgegangen worden war. Oder man irgendeinen Fehler gemacht hatte und versehentlich dieselbe Glasplatte zweimal benutzt hatte. Dann entstanden ja unter Umständen auch solche Schattenaufnahmen. Doppelbelichtungen eben.

Die Wendung kam aber, als er sich die Aufnahme nochmal genauer ansah und in der zusätzlichen Gestalt seine 12 Jahre vorher verstorbene Cousine erkannte.

Diese Anekdote ist deswegen so wichtig, weil diese Aufnahme allgemein als die erste sogenannte Geisterfotografie überhaupt gilt. William H. Mumler hatte an diesem einen denkwürdigen Tag ein ganzes Genre erfunden. Denn nachdem er seine Cousine in der Aufnahme erkannt hatte, gab es kein Halten mehr.

William stand der spiritualistischen Szene relativ nahe, seine Frau war ein anerkanntes Spirituistenmedium. Sie hielt also regelmäßig Seancen oder nahm für Geld Kontakt zu verstorbenen auf. Und sie wird wahrscheinlich auch dann den Entschluss mit ermutigt haben, ein Fotostudio zu eröffnen. Ein Fotostudio, in dem man eben nicht nur von sich, sondern auch noch von verstorbenen, die einem am Herzen lagen, Bilder anfertigen lassen könnte.

Und der Laden brummte. Nicht nur, dass der Glaube an Geister weit verbreitet war, auch das Bedürfnis, seine Lieben noch ein weiteres Mal sehen zu können und vielleicht sogar ein Erinnerungsfoto zu bekommen, das sorgte dafür, dass der Dollar locker saß.

Und William nahm horrende Preise. 10 Dollar kostete so eine Portraitsitzung mindestens. Auf heutige Verhältnisse übertragen waren das 300 Dollar pro Sitzung. Seine Frau war immer mit anwesend. Allerdings behauptete William, es war schon hauptsächlich seine Anwesenheit, die dafür sorgte, dass die Geister sich auf den Glasplatten einfanden.

Eine Sitzung begann immer mit einem ausführlichen Gespräch. William muss gut darin gewesen zu sein, seinen Kundinnen und Kunden zusätzliche Informationen zu entlocken. Wer ihnen denn nahestünde. Wer denn wahrscheinlich auf den Aufnahmen auftauchen würde. Das waren alles wichtige Fragen.

William machte sich jedenfalls einen Namen. Und so fanden sich nach und nach auch prominente Kundinnen und Kunden bei ihm ein. Über seine Fotografie berichtete die spiritistische Fachpresse und nach und nach tauchten auch andere Fotografen im ganzen Land auf, die behaupteten, Geister fotografieren zu können.

Allerdings gab es nicht nur Gläubige, sondern auch viele Skeptiker. Sogar solche, die sich selbst als Spirituisten bezeichneten, hatten Fragen und wollten ganz sicher gehen, dass hier kein Schwindler am Werk wäre. William war sich seiner Arbeit so sicher, dass er auch Leuten vom Fach erlaubte, ihn dabei zu beobachten, wie er die Fotografien anfertigte. So bescheinigten ihm mehrere Fotografen, dass sie nicht wussten, wie er diese Geistererscheinungen auf die Glasplatten gebannt bekam. Was es aber auch gab, waren vereinzelte Stimmen, die behaupteten, sie hätten in den sogenannten Geistern, also in den Erscheinungen von Toten, Menschen wiedererkannt, die ihnen gerade noch auf der Straße begegnet seien. Und dann gab es noch den Verdacht, dass Geistfotografen in die Wohnungen ihrer Kundinnen und Kunden einbrachen und dort Bilder entwanden, aus denen sie dann später die Geistererscheinungen montieren konnten.

Und regelmäßig werden Geistfotografen und Medien auch als Schwindler entlarvt. Aber es ist ein erfolgreicher und wachsender Markt.

P.T. Barnum, seines Zeichens Zirkuspionier, Politiker und jemand, der Zeit seines Lebens mit Freakshows und allen möglichen seltsamen Darbietungen durch die Lande tourt, schreibt 1866 ein Buch mit dem Titel „Humbugs of the World – An account of humbugs, delusions, impositions, quackeries, deceits and deceivers“. P.T. Barnum gilt als Experte auf dem Gebiet: Mit seinen Freakshows, Zirkusdarbietungen und Entertainmentshows hat es schließlich auch selbst so einiges abgeliefert, was das Publikum verblüfft und überrascht hat.

Und er prangert in dem Buch in einem ganzen Kapitel die Geistfotografie an. P.T. Barnum prangert vor allen Dingen an, das hier mit dem Leichtglauben von Trauernden Geld gemacht werden soll. Er wendet sich auch unter anderem an William Mumler, um von dem mehrere Aufnahmen mit Geistern zu erstehen und die in seiner eigenen Ausstellung, in der er eben die im Buch erwähnten quackeries ausstellt, neben nachgemachte Geistbilder von Fotografenhand zu hängen. Da hängt dann unter anderem auch eine Aufnahme von ihm mit dem Geist von Abraham Lincoln, der ihm über die Schulter schaut.

Ungefähr zu der Zeit, als Barnum dieses Buch herausbringt, zieht Mumler nach New York City und eröffnet auch dort ein Fotostudio für Spiritphotography. New York City hat zu der Zeit ein Betrugsproblem. Die Stadt ist notorisch bekannt dafür, dass man auf Schritt und Tritt das Risiko eingeht, über den Tisch gezogen zu werden. Und der Bürgermeister beschließt, dagegen systematisch vorzugehen.

William ist inzwischen über die Grenzen des Staates hinaus bekannt. Er verdient hervorragendes Geld mit seinen Geisterfotografien und hat mit mehreren Aufnahmen inzwischen auch schon Coups gelandet. Mit prominenten Portraitierten und prominenten Geistern.

In diese Zeit fällt auch seine vielleicht berühmteste Geistaufnahme: Er selbst behauptete ja immer: An dem Tag, als er diese Aufnahme gemacht hat, wusste er gar nicht, wer seine Kundin gewesen war. Sie war eine Frau in Trauerkleidung, wie so viele seiner Kundinnen. Sie kam in seinen Laden und wollte eine Aufnahme mit sich und ihrem toten Ehemann haben. Dass er es mit der Witwe von Abraham Lincoln zu tun hatte und dass der Geist Abraham Lincoln sein sollte, das ging ihm angeblich erst auf, als er Aufnahme in der Dunkelkammer entwickelte. Moment! Abraham Lincoln? Haben wir das nicht schonmal gehört?

Genau! P.T. Barnum hatte in seinem Museum ein nachgemachtes Geistbild. Da blickte Abraham Lincoln ihm über die Schulter. Und da stellt sich schon wirklich die Frage, ob William Mumler erst auf die Idee gekommen ist, dass er auch mal Abraham Lincoln fotografieren könnte, weil es P.T. Barnum schon gemacht hatte oder ob diese Idee einfach so naheliegend war, dass es sich von ganz allein ergab. Oder war es vielleicht der Zufall, der Mary Todd Lincoln in Mumlers Studio trieb, der dazu führte, dass Mumlers berühmtestes Foto ausgerechnet ein Echo auf das Bild von P.T. Barnum war, mit dem der nachweisen wollte, wie einfach es ist, Geistfotografien zu faken.

So eine Aufnahme macht auf jeden Fall Wirbel. Lincoln auf einer Aufnahme. Wow. Und deswegen berichtet man inzwischen auch nicht nur in spiritistischen Blättern über ihn, sondern sowohl die fotografische Fachpresse als auch die Tagespresse ist von ihm fasziniert und schreibt Artikel über das Phänomen der Geistfotografie.

Als William dann 1869 verhaftet und vor Gericht gestellt wird, verfolgt nicht nur die ganze Stadt, sondern die gesamte englischsprachige Welt die Ereignisse. Alle 5 großen New Yorker Tageszeitungen drucken komplette Zeugenaussagen, Protokolle der Gerichtsverhandlungen und zusätzliche Artikel ab. Die spiritistische Fachpresse beschäftigt sich währenddessen mit der Frage, ob Geister überhaupt fotografiert werden können. Und die fotografische Presse setzt sich mit der Frage auseinander, über welche Techniken man denn solche Fotos produzieren kann.

William wird vor ein Polizeigericht gestellt. Das ist ein Gericht, dass ohne Jury verurteilt. Der Prozess dauert 3 Wochen und hat unter anderem eben auch als Sensation P.T. Barnum als Experten und Zeugen der Anklage geladen.

Die Anklage lautet auf Betrug. Insgesamt werden 9 Verfahren von der Anklage vorgetragen, mit denen Bilder mit Geistern auf Glasplatten erzeugt werden können, die alle nichts, aber auch gar nichts mit einem echten Kontakt zur Nachwelt zu tun haben. P.T. Barnums Aussage ist dann ein echtes Highlight des gesamten Prozesses. Seine Antworten sind schnippisch, unterhaltsam, es kommt zu viel Gelächter im Saal und er betont den Unterschied zwischen gut gemachtem Entertainment, in dem das Publikum vielleicht manchmal nicht so genau weiß, was es sieht und wie es passiert und Betrug, um sich selbst zu bereichern, bei dem man Menschen zu ihrem Nachteil ausnutzt. Ein Argument, das vorgebracht wird, sind die horrenden Preise, die William verlangt. William begründet die freilich damit, dass Geister nun mal keine Lust darauf haben, zu einem Massengeschäft zu werden und deswegen hohe Preise sicherstellen, dass es ein überschaubarer, kleiner Kundenkreis bleibt. Ja, und das ist eine Möglichkeit, das zu begründen.

Spannend ist jedenfalls, wie schnell sich dieser Prozess gleich auf mehreren Ebenen abspielt. Da ist einmal der Vorwurf des Betrugs. Und wenn man die Berichterstattung aus dem Gerichtssaal liest, dann drängt sich der Eindruck auf, niemand zweifelt eigentlich daran, dass Mumler seine Kunden ausnimmt. Allein schon die insgesamt 9 verschiedenen Verfahren, die gezeigt werden, mit denen sich solche Geistaufnahmen erzeugen lassen oder Beispiele wie die von P.T. Barnum gebrachte Aufnahme mit Abraham Lincoln, die sehr, sehr ähnlich aussieht wie die von der Witwe von Abraham Lincoln, die zeichnen da schon ein deutliches Bild.

Natürlich gibt es trotzdem auch Zeugen, die fest daran glauben, dass William wirklich Geister fotografiert. Aber meistens geht es um eine ganz andere Frage, nämlich die, ob man ihm nachweisen kann, dass sein Prozess betrügerisch ist. Und da ist es jetzt nun mal so, dass es verschiedene anerkannte Fotografen gibt, die aussagen, dass sie ihm beim Erstellen der Geistfotos beobachten durften und nicht wissen, wie er es gemacht hat.

Und da gibt es noch eine weitere Ebene, nämlich Religion. Spiritualismus ist im Kern eine religiöse Bewegung. Es geht darum, zu glauben, dass es Geister gibt und zu glauben, dass man mit denen in Kontakt treten kann. Und ich nehme mal an, dass die Ankläger nicht damit gerechnet haben, dass sie plötzlich im Gerichtssaal die Bibel vorgelesen bekommen, in der ganz eindeutig von Geisterscheinungen die Rede war, und sich mit der Frage auseinandersetzen mussten, ob sie wirklich als Gericht behaupten wollen, dass es keine Geister gibt und damit ein Drittel der amerikanischen Bevölkerung vor den Kopf stoßen.

William Mumler wird zu der Überraschung vieler am Ende von einem drei Wochen dauernden Prozess freigesprochen. Heute würde man sagen wegen Mangel an Beweisen. Der Richter ist erkennbar unglücklich. Er sagt im Endeffekt, er ist nicht der Richtige, um die theologischen Fragen, die aufkamen, zu entscheiden, er ist auch sicher, dass man Geistfotografien auf die verschiedensten Arten erzeugen kann, die denen von William Mumler täuschend ähnlich sind, aber es fehlte der zweifelsfreie Nachweis, dass erstens die Personen auf den Bildern eben keine Geister waren und zweitens William getrickst hatte. Und so wird er freigesprochen.

Seine Karriere ist allerdings ab jetzt nicht mehr zu retten. Er wendet sich von der Geistfotografie ab und macht überwiegend ganz herkömmliche Portraits. Außerdem beschäftigt er sich mit verschiedenen fotografischen Verfahren zur leichteren Entwicklung, zum Herstellen von Negativen und hinterlässt uns das sogenannte Mumlerverfahren, ein Verfahren, das heute keine Rolle mehr spielt, aber das ein echter Beitrag zur Fotografie war.

Er stirbt 1884. Und in seiner Grabrede wird Geistfotografie kaum erwähnt. Die Disziplin an sich war aber nach wie vor in Verbreitung. Bis 1920 konnte man ohne Probleme einen Fotografen finden, bei dem man sich mit irgendwelchen verstorbenen Angehörigen fotografieren konnte. Sir Arthur Conan Doyle, der Autor von Sherlock Holmes, schrieb noch Anfang des 20. Jahrhunderts ein ganzes Buch über Geistfotografie und war einer der prominentesten Anhänger der Disziplin.

Und ja, auch heute machen immer wieder mal angebliche Geistaufnahmen Schlagzeilen. Die sehen freilich viel moderner aus. Ich finde das immer sehr, sehr entlarvend, wenn man von Geistern- oder Feenfotos die ersten mit den aktuellen Exemplaren vergleicht. Offensichtlich werden Geister moderner darin, wie sie fotografiert werden wollen und inzwischen fotografiert man Geister auch lieber mit Digitalkameras als leuchtende Artefakte.

Aber die Zeiten, wo man 300 Dollar dafür nehmen konnte, ein Foto von einem Geist zu bekommen, die sind vorbei. Fotomanipulation ist so allgegenwärtig, dass wir Geistfotos nicht mal glauben würden, wenn sie denn jetzt plötzlich echt wären. Aber es gibt sie noch. Und bei der Recherche habe ich auch verschiedene Websites gefunden, die über die Geschichte der Geisterforschung berichtet haben, Bilder von William Mumler gezeigt haben und es ganz eindeutig ernst meinten, wenn sie diese Bilder als unerklärbare Phänomene und Beweise für die Existenz von Geistern anführten.

2 Responses

  1. Steffen sagt:

    Ich will nur kurz DANKE sagen. Ich habe alle Folgen mit Freude angehört und einiges gelernt. Da ich nicht immer Kopfhörer benutzte, kann ich auch sagen, dass Mitmenschen, die sich eigentlich nicht so sehr für Fotografie interessieren, einige Folgen spannend und erstaunlich fanden.
    Ich freue mich auf zukünftige Folgen!

    • Dirk sagt:

      Danke Dir für das tolle Feedback! Mich freut auch besonders, dass ich sowohl für Freunde des Mediums als auch für Hörer:innen die sich nicht als Fotografen bezeichnen einen Zugang finde. LG

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